tages (höntroper loch), in Hg. Matthias Engels, Schön hier! Lieblingsplätze & Herzensorte in Westfalen, Dortmund 2017, S. 40 - 43 

 

ruhreinw ärts verdichtet

                                                                der hell

                                                                wegerich blüht

                                                                im dreistrom

                                                                land

                                                                mauer

                                                                segler

                                                                kreisen

                                                                die sehn

                                                                suchts

                                                                brache

                                                                b.laibt

 

                                                              artur nickel

 

                                                      

 

                                                            artur nickel ruhreinw ärts verdichtet

                                                  mit grafiken von susanne bloch

                                                  Geest-Verlag 2016

                                                  ISBN 978-3-86685-574-8

                                                  Format 20,5 x 20,5 cm

                                                  120 S., 14,80 Euro

  

Sehr geehrte Damen und Herren,

 ein besonderer Band, inhaltlich, sprachlich und ausstattungsmäßig! Ein Band, der literarisch mehr bietet! Artur Nickel macht sich darin nämlich auf die Suche nach dem Ruhrgebiet von heute. Er versucht Unbekanntes neben Bekanntem zu finden, Besonderes neben Alltäglichem und Überraschendes neben nicht Geahntem. Aber auch Zukünftiges, das neben Vergangenem aufscheint! Dann geht er den für einen Lyrikband notwendigen zweiten Schritt. Er lässt seine Leser in einen Spiegel schauen. Und darin finden sie ein Stück weit sich selbst, ihre eigene Person. Eben im Spiegel. Wo immer sie zu Hause sind! Wo immer sie unterwegs sind und sich mit einer Region wie dem Ruhrgebiet beschäftigen.

 Wer spiegelt also wen? Die Region den Betrachter oder der Betrachter die Region? So ist diese lyrische Spiegelung der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse im Ruhrgebiet zugleich ein Beitrag zur augenblicklichen Aufgabenstellung von Lyrik an sich.

 Die Grafiken von Susanne Bloch in diesem Band, einer Künstlerin, die wie Artur Nickel im Ruhrgebiet beheimatet ist, korrespondieren mit den Gedichten. Dies gilt vor allem für ihre Farbgebung, ihre räumliche Komposition und die jeweilige Anordnung ihrer Bildelemente. Sie eröffnen damit ein sehr eigenes Zusammenspiel von Wort und Bild, das immer wieder überrascht und für den Betrachter neue Akzente setzt.

 Bestellungen werden ab sofort entgegengenommen.

 Rezensionsexemplare bitte beim Verlag erfragen.

 Anfragen für Lesungen am besten direkt an Artur Nickel, Am Stenshof 117, 44869 Bochum, Tel. 02327/974246, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.arturnickel.de

 Alfred Büngen, Geest-Verlag (Vechta)

 

erinnerung an (sappho), in Hg. Michael Gratz und Dirk Uwe Hansen, Muse, die zehnte. Antworten auf Sappho von Mytilene, Greifswald 2014, S. 62

ohne titel, in Ellen Roemer (hrsg.), Und niemand glaubt an mich?!. Anthologie zum 5. Brüggener Literaturherbst, Vechta 2014, S.456
    

die r.uhr und abraum

in José F. A. Oliver (Hg.), Die Wörter / Die Dinge, Die Dinge / Die Wörter. Der Poesie auf der Spur. Schreibwerkstatt Essen 2013, ohne Ort 2013, S. 142 - 143 

Der neue Lyrikband ist da:


Artur Nickel
farbgespinste flussabwärts
gedichte
Coverbild von Reinhard Rakow
Geest-Verlag 2012
ISBN 978-3-86685-355-3
ca. 120 S., 11 Euro
(Format 11.5 x 20,5cm)

 

farbgespinste flussabwärts

zu früh

 

als es zu spät war

war ich

zu früh

war ich

unterwegs

war ich

zu hause nicht

war ich

nicht unterwegs

war ich

nicht zu früh

war ich

wo ich mir

ganz

verloren geh

 

 

Nach seinem Erstlingswerk ‚brückenspiele‘, 2008 erschienen, ist ‚farbgespinste flussabwärts‘ bereits der zweite Gedichtband, den Artur Nickel veröffentlicht. Es ist ein Band, der vier Jahre gereift ist. Denn die Gedichte, die er darin zusammenfasst, haben noch einmal an Präzision und Schärfe gewonnen. Dabei knüpft er, wie schon der Titel zeigt, thematisch an den ersten Band an. Die Natur, in die der Mensch mit seinem So-Sein immer wieder einbricht, ist das Thema, das Artur Nickel immer wieder aufgreift und mit dem er sich auseinandersetzt. Sie öffnet Räume und damit den Blick auf den verletzlichen Einzelnen, der in unserer Welt verloren geht. Es sind Bilder mit überraschenden Wendungen, manchmal fast chiffrenartig, die Artur Nickel zeichnet. Sie entwaffnen, entlarven und zeigen an, was ist oder auch nicht ist – ein Spiegel, in dem wir uns wiederfinden.

Doch nicht nur das. Artur Nickel fragt auch nach unseren Reflexionen, die wir anstellen, und nach den Entscheidungen, die wir treffen, um uns in unserer oft undurchschaubaren und menschlich verknoteten Welt zurechtzufinden. So wechseln in diesem Band persönliche Stimmungsbilder mit aktuellen Situationsbeschreibungen und grundsätzlichen Reflexionen über das Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft ab. Dabei spielt das Ruhrgebiet, das Zuhause von Artur Nickel, eine wichtige Rolle.

Eine besondere Lyrik, deren Intensität und Klarheit in ihrer knappen Form bemerkenswert ist!

Ein Grundsatzbeitrag mit dem Titel „Warum heute Lyrik. Gedankensplitter“ rundet den Band ab. In ihm umreißt Artur Nickel die Aufgabe von Lyrik heute. Ein Beitrag, der ein Licht darauf wirft, was gute Lyrik heute auszeichnet und der so manches Klischee über den Haufen wirft!

"Lyrik heute ist ein Feind von Geplapper und Geschwätz. Sie sucht das Unverwechselbare, das Authentische, den individuellen Ausdruck. Sie zerschlägt Sprechblasen, Stereotype, Festgefügtes. Sie konzentriert sich sprachlich auf kleine Zusammenhänge, um diese möglichst präzise zu fassen und den Blick zu schärfen. Denn schon darin schlummern Welten. Man muss nur genau hinschauen."

(Artur Nickel: Warum heute Lyrik. Gedankensplitter)


      

sankt margareta, jahreswechsel

in Ellen Roemer (Hg.), Der Lärm verstummt, bis Stille in dir ist. Anthologie zum 4. Brüggener Literaturherbst, Vechta 2012, 491 - 492

Ausgewählte Gedichte von Artur Nickel und anderen

in Meine kleine Lyrikreihe, (Hg.) Gesellschaft der Lyrikfreunde,

Innsbruck 2012, Bd. 27

bei licht besehen, meine welt

in Die Brücke, Saarbrücken, Nr.159, 2012, S. 11 und 151

ins blau getaucht, bei licht besehen, die silber sichel, heim kehre

in Ich strudel gesalzen ... Festschrift zum 50. Geburtstag von Marianne Pumb,

Vechta 2011, S.S.16 - 19 (ISBN 978-3-86685-291-4)  

richtungswechsel, vor bild

in Ellen Roemer (Hg.): So ein Mensch ... Die Auseinandersetzung mit Vorbildern. Anthologie

zum "Dritten Brüggener Literaturherbst", Vechta 2010, S. 13 und S.104

meine welt, höhlengleichnis neu, kirchgang in silves, vertreibung 2009

in Die Brücke, Saarbrücken, Nr. 155, 2010

der ariadnefaden

in Gerd Herholz (Hg.), Stimmenwechsel. Poesie längs der Ruhr,

Essen 2010, S. 40

vertreibung 2009

in Stimme werden - Gesicht zeigen. Ausgewählte Gedichte,

BIM Schriftenreihe Migration und Literatur, Band 18,

Bonn 2009, S. 57

ein wort

schrieb. zeitschrift für texte, bilder und zeit,ausgabe 7, Erding 2009

der wasserhahn

Gedichtekarussell, Heft 4, Mai 2009

advent, ein wort

Die Brücke Nr.150, Saarbrücken 2009, S.8 und S.150

 

 

 

Der erste Lyrikband: 

brückenspiele

Geest-Verlag, Vechta 2008

978-3-86685-129-0

11 Euro

 zwischen den wortgerüsten

zur sprache
bringen
was sich zwischen
den wortgerüsten
verliert

worte
leihen
dem der
sprachlos
neben dir steht

spielräume
suchen
wo es für isaak
kein vetorecht
gibt

 

Nachwort

Schon lange warte ich auf den Moment, die bis jetzt verstreut
erscheinenden Gedichte des Au-toren und Pädagogen Artur Nickel in einem
eigenen Band zu veröffentlichen, fließt doch in seiner Lyrik die sich
in aller Radikalität ausformulierende Forderung nach der Entwicklung
einer demokratisch-humanen Gesellschaft mit poetischer Sprachkunst
zusammen, die seinesgleichen sucht. Hier ist einer, dem es gelingt,
Inhalt und Form in einer Weise zusammenzuführen, die den Leser
emotional und intellektuell berühren kann. worte / leihen / dem der /
sprachlos / neben dir steht, so formuliert der Autor sein
selbstgestecktes Ziel.
Die Sprachlosigkeit eines entrechteten Daseins formulieren, das Bauen
von Brücken zwischen / nicht mehr und / noch nicht verlangt, soll es
nicht zu einer oberflächlichen politischen Alltagslyrik verkommen, das
hat literarische Gestaltungskraft. Nicht zufällig arbeitet Nickel mit
hoher Originalität bildlich. Er greift aber auch immer wieder auf
Naturbilder zurück (das schwalbenblau / ernüchtert die mücken), die
erfrischend unverbraucht daherkommen. Diese Naturbilder erleichtern ihm
die Beweisführung, zeigt sich ihnen der menschliche Humanismus doch
geradezu als naturgegebenes Prinzip, für dessen Umsetzung in
gesellschaftliche Wirklichkeit er den Menschen nicht aus seiner
individuellen Verpflichtung entlässt – ertasten was scheinbar /
verschwunden ist.
Ablehnend steht er allen -ismen gegenüber (gräber sind nicht zu finden
/ wo götter begraben sind), baut vielmehr auf die Entwicklung durch
individuelles Empfinden und Handeln – ich pflanze / einen gedanken /
der mehr verspricht.
Muss der Autor angesichts von ihm selbst diagnostizierter schuttberge
in der Wirklichkeit nicht seinen gesellschaftlichen Optimismus
verlieren? Keinesfalls, denn das humane Streben ist zugleich
natürliches Streben (die nacht weicht einem / undurchdringlichen grau),
das sich unwiderruflich in die Wirklichkeit umsetzen wird.
Das ist humanistisches Schreiben in seiner besten Tradition. Davon wünsche ich mir mehr.

Alfred Büngen

 

was bleibt, in (Hg.) Ellen Roemer: Geschwister. Anthologie.

zum Zweiten Brüggener Literaturherbst, Vechta 2008, S.435

spiegel im spiegel, Begegnung Nr.136 2008

schaumzungen, der ariadnefaden, spiegel im spiegel,

mich in ein staubkorn verwandeln, brückenspiele, skellig michael, 

in (Hg.) Gaby G. Blattl: Stimmen und Stimmungen, Wien 2008, S. 92 ff. 

was richtig ist, Lyrikblätter Nr.21 2008

kinder aus tibet, Die Brücke Nr.148 , Saarbrücken 2008

im schatten des mondes

in (Hg.) Ellen Roemer: Nacht.

Anthologie zum „Ersten Brüggener Literaturherbst“,

Vechta 2007, S.347

innere einkehr,

in (Hg.) Ellen Roemer: Nacht.

Anthologie zum „Ersten Brüggener Literaturherbst“,

Vechta 2007, S.15 

advent in st.petersburg, Lyrikblätter Nr.20 2007

zeitgeschichte persönlich gefärbt, Die Brücke, Saarbrücken 2007

am strand, Die Brücke, Saarbrücken, Nr. 144 2007

gespräch über bäume, Die Brücke, Saarbrücken, Nr.142 2006

hinterlassenschaft
, Lyrikblätter Nr.15 2006

mein morgen
, Lyrikblätter Nr.15 2006

dann wieder, Sonra Tekrardan
( türkische Übersetzung ),
in Safinaz Hallioglu:Senin İçin, Für Dich. Lebensmomente.
Gedichte in deutscher und türkischer Sprache,
Vechta 2006, S.184 - 185

ohne titel, Başlıksız ( türkische Übersetzung ),
in Safinaz Hallioglu:Senin İçin, Für Dich. Lebensmomente.
Gedichte in deutscher und türkischer Sprache,
Vechta 2006, S.186 - 187

seltsame begegnung
, Die Brücke, Saarbrücken, Nr.141 2006

mich in ein staubkorn verwandeln, Lyrikblätter Nr.14 2006

abschied, Die Brücke, Saarbrücken, Nr.139 2006

advent, Lyrikblätter Nr.12 2005

wenn hier jeder jedem märchen erzählt
, (Hg.) Stadt Essen, der Oberbürgermeister,
Lernwelt Essen Magazin 2005, S.29

fuß im sand, Lyrikblätter Nr.8 2004

was bleibt
, Lyrikblätter Nr.8 2004

brückenspiele
, Die Brücke, Saarbrücken, Nr.133 2004

traum vom kindsein
, Lyrikblätter Nr.6 2004

riss in der birne
, Die Brücke, Saarbrücken, Nr.129 2003

zeichen
, Lyrikblätter Nr.4 2003

rätsel, Die Brücke, Saarbrücken, Nr.128 2003

in prag
, Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes, Band 5, München 2002;
vgl. auch federwelt Nr.38, 2003

am bahnhof
, My Way Fanzine, Bergkamen, Nr.48 1999