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Prof. Dr. Kürschner schreib einen Leserbrief zur Anti-Rechts-Lesung von Schreibwerkstatt des Gymnasiums Antonianum und Geest-Verlag. Den Leserbrief veröffentlichte die hiesige OV. Den Leserbrief den Dr. Nickel darauf schrieb, veröffentlichte die OV leider nicht. Warum?
Daher veröffentlichen wir den Brief nun auf den Verlagsseiten und hoffen, das ihn zumindest die Jugendlichen der Lesung, Besucher und auch das Kollegium als Stärkung ansehen.
 
Dr. Artur Nickel
Am Stenshof 117
44869 Bochum
Tel.: 02327/974246
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (link sends e-mail)
www.arturnickel.de (link is external)
 
Leserbrief zu einem Leserbrief
 
Einen merkwürdigen Leserbrief hat Herr Prof. Dr. Wilfried Kürschner da geschrieben. Ihm gebührt eine Antwort. Bekanntlich ist es so, dass der Standort eines Betrachters darüber entscheidet, was rechts und was links zu sein hat. Politisch gesehen, kann da gelegentlich sogar "Die Linke" ins "rechte" Lager wandern. Was soll vor diesem Hintergrund die Unterscheidung zwischen "rechts" und "rechtsextrem"? Der Hinweis auf den Brockhaus ist ja nett gemeint, hilft aber hier nicht weiter.
Ich selbst würde mich als einen stockkonservativen Menschen bezeichnen, wenn es darum geht, das zu bewahren, was wir seit 1945 bei uns in der Bundesrepublik an lebendiger Demokratie erreicht haben. Das möchte ich auch an junge Menschen weitergeben. Nationalistische Tendenzen dagegen möchte ich nicht einmal in einer Konservenbüchse aufheben. Sie haben schon genug Unheil in unserer Geschichte angerichtet. Hat Herr Kürschner nicht gemerkt, dass ein Schulprojekt, das sich gegen Rechts zu Wort meldet, mit dieser Akzentsetzung, die heutzutage mehr als berechtigt ist, sich gegen jeden Totalitarismus zur Wehr setzt? Das Dritte Reich bildet doch gerade für junge Menschen, die in Vechta wohnen, den Kristallisationspunkt, an dem sich das verdeutlichen lässt! Es ist toll, dass sich eine Schule wie das Antonianum da heutzutage so engagiert!Wo Herr Kürschner dagegen mit seinem durchschaubaren und verharmlosenden Rechts-Links-Schema abgeblieben ist, das er in seinem Lesebrief goutiert, vermag ich nicht zu sagen. Er weicht den gesellschaftlichen Problemen bei uns in der Bundesrepublik aus. Oder will er gar mit seinem Einwurf die rechte AFD mit ihrem verqueren demokratischen Selbstverständnis gesellschaftsfähig machen? Das wäre unglaublich! Vielleicht sollte er mal einen Kopfstand machen, um wieder auf die Füße zu kommen!
 
Artur Nickel
(Herausgeber der Essener Anthologien)
 
hier geht es zum Leserbrief von Prof. Dr. Kürschner
 
http://geest-verlag.de/news/so-kann-man-jugendliches-engagement-verungli...