Deutsch-arabische Frauen melden sich zu Wort!

Rhythmisches Klatschen, lautes Singen und gemeinsames Tanzen zu arabischer Musik. So feierten die deutsch-arabischen Frauen am 1. Februar 2026 im Chorforum Essen ihr Buch. Sie strahlten um die Wette, so sehr freuten sie sich. Es war ihre Premiere! Ihr Premierenbuch! „Integration ist gefragt!“ heißt es, und es ist in der Tat ein besonderes Buch. Es ist nämlich ein deutsch-arabisches. Mit allem, was dazugehört! Von der einen Seite her liest man es auf Deutsch, von der anderen her auf Arabisch. In der Mitte treffen sich die beiden Versionen in einem Gedicht. „Integration heißt …“ lautet der Titel. Und es bringt das, um was es geht, auf den Punkt. Es stammt von dem Autor und Herausgeber des Bands Artur Nickel. der bekannt dafür ist, mit seiner literaturvermittelnden Arbeit Literaturräume für andere Menschen zu öffnen. Aber auch technisch war es ein anspruchsvolles Unterfangen, diese beiden Sprachversionen zusammenzubringen und in einem Buch zu vereinen. Es zeigt, wie Integration funktioniert. Übersetzt hat die Texte Rahéd Saleh aus Köln.
19 Frauen sind es, die sich in diesem Band äußern. Sie stehen zumeist nicht im Vordergrund, zu groß ist die Last, die sie tagtäglich zu tragen haben mit ihren oft sehr großen Familien. Sie stammen aus den unterschiedlichsten arabischen Ländern, entsprechend unterschiedlich sind ihre Erfahrungen. Jetzt melden sie sich zu Wort! Sie erzählen davon, wie es ihnen in ihrer alten Heimat ergangen ist, wie sie nach Deutschland kamen und wie es ihnen bei uns heute geht. Es sind bewegende Lebensgeschichten. Immer wieder verbirgt sich hinter diesen ein schweres Schicksal. So ist es eben in der heutigen Zeit! 
Die Frauen sind gerne in Deutschland und so bringen sie sich ein. Sie möchten, dass Integration gelingt! Kein Wunder, dass der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen die Schirmherrschaft für dieses besondere Projekt übernommen hat! Getragen wurde es vomDeutsch-Tunesischen Verein für Eltern und Kultur e. V. mit seiner Präsidentin Mouna Messaadi-Gharbi an der Spitze, die immer wieder mit ihrem Engagement bemerkenswerte Zeichen setzt. Kein Wunder ist es aber auch, dass an diesem Abend neben dem Oberbürgermeister auch der Generalkonsul der Republik Tunesien Mustapha Ziri und der Sozialattaché Anis Jebah den Frauen gratulierten, der Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen Muchtar Al Ghusain, der Altbürgermeister Rolf Fliss, die Landtagsabgeordnete Gönül Eglence sowie vom Rat der Stadt Essen Karla Brennecke-Roos und Sandra Schumacher. Der Oberbürgermeister und der Altbürgermeister unterstützten die Frauen dabei auch, als einige von ihnen ihre Texte dem Publikum vorstellten. Ein gelungener Abend also zwischen unseren Kulturen und ein guter Start für das neue Buch!

Gefördert wurde das Buchprojekt von der Willi-Eichler-Akademie Köln und finanziell unterstützt von der Sparkasse Essen, den Bezirksvertretungen I und VII der Stadt Essen sowie dem Verein „Demokratie lebt!“ aus Vechta.  

Bilder von Dorothea Christ