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Kultur von allen für alle: Workshop-Tag „CULTURE
COMMON:LAB 2026“ im Bennohaus
Wie lässt sich Kultur im eigenen Stadtteil aktiv mitgestalten und ohne großen Aufwand umsetzen?
Antwort auf diese Frage gibt das „CULTURE COMMON:LAB 2026“. Am Samstag, den 12. September, lädt
das Bürgerhaus Bennohaus alle kulturinteressierten Bürger*innen – ob bereits ehrenamtlich aktiv oder
neugierig auf ein Engagement – zu einem praxisnahen Werkstatt-Tag ein.
Münster, 20.07.2026 – Von 10:00 bis 17:00 Uhr steht das Bürgerhaus Bennohaus ganz im Zeichen der
Stadtteilkultur. Das Format richtet sich an alle, die Lust haben, das kulturelle Alltagsleben vor der eigenen
Haustür aktiv mitzuprägen und weiterzuentwickeln. Die Bandbreite der angebotenen Kulturwelten ist
bewusst breit gefächert und lädt zum aktiven Mitmachen ein. Das Spektrum der Impulsworkshops widmet
sich zentralen Fragen des Zusammenlebens: Wie entsteht Gemeinschaft? Und wie entwickeln wir
tragfähige Community-Formate, die ein gemeinsames Erleben ermöglichen? Ob zusammen zu tanzen, zu
singen, zu musizieren oder zu malen – im Mittelpunkt steht die Freude am gemeinsamen kreativen Schaffen
und am anschließenden Austausch. Die Teilnehmenden erproben vor Ort, wie eine Kultur der Begegnung
ihren Anfang nehmen kann – sei es durch die bewusste Kulturpraxis des gemeinsamen Spazierengehens,
bei der sich gleichzeitig die eigene Stadtteilgeschichte neu entdecken lässt, oder durch die Kultur des
Gärtnerns und der gemeinsamen Küche, die zum Philosophieren und gemeinsamen Feiern einlädt. Auch
strategische und organisatorische Fragen kommen an diesem Werkstatt-Tag nicht zu kurz. Da
Stadtteilkultur maßgeblich von Beziehungen lebt, beleuchten die Workshops, wie Rituale oder Orte gezielt
gestaltet werden können, um Kontinuität und feste Netzwerke im Viertel zu erzeugen. Die Teilnehmenden
erhalten so das nötige Handwerkszeug, um niedrigschwellige Kulturformate einfach, pragmatisch und mit
geringen Mitteln in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig geht es darum, sich zusammenzuschließen, um
gemeinsam Kultur an den verschiedenen Kulturorten der Stadt zu erleben und Hemmschwellen abzubauen.
Startschuss für ein langfristiges Netzwerk
Der Workshop-Tag markiert gleichzeitig den offiziellen Auftakt des Projekts „Culture Common:Lab“. Dieses
offene Bildungs- und Begegnungsformat am Bennohaus verfolgt das Ziel, Bürger*innen langfristig dazu zu
befähigen, Kulturangebote von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft zu gestalten. Das
zukunftsweisende Konzept entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtteilkulturmanagement des
Kulturamtes der Stadt Münster. Das „Culture Common:Lab“ ist konsequent auf Nachhaltigkeit angelegt:
Neben dem künftig jährlich stattfindenden Netzwerktreffen wird es fortan vertiefende Halb- und
Ganztagesworkshops geben. Engagierte erhalten so kontinuierlich die Möglichkeit, frische Ideen zu
sammeln, konkrete Umsetzungsstrategien zu entwickeln und das freiwillige kulturelle Engagement im
Stadtteil dauerhaft zu stärken.

Eine Antwort auf stadtweiten Bedarf
Mit diesem Ansatz reagiert das Format direkt auf die Bedarfe der lokalen Zivilgesellschaft. Eine Analyse des
Stadtteilkulturmanagements im Kulturamt Münster zur Stärkung, Förderung und Weiterentwicklung der
Stadtteilkultur in Münster hat verdeutlicht: Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen wünschen
sich spürbar mehr Austausch und Vernetzung. Das „Culture Common:Lab“ schafft genau diesen Raum, um
Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Synergien zu nutzen. Das Ziel ist eine
lebendige Stadtteilkultur, die von den Menschen vor Ort getragen wird und ihren Lebensalltag nachhaltig
bereichert.
Fokus auf die Jugend: Teil von „Münster macht Kultur“
Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Programms liegt auf der Frage, wie unkomplizierte
Alltagsprojekte entstehen können, die gezielt auch junge Stadtteilbewohner*innen einbeziehen. Damit ist
das „Culture Common:Lab 2026“ offizieller Teil des städtischen Dachprogramms „Münster macht Kultur –
mit jungen Menschen“, initiiert vom Kulturamt der Stadt Münster. Das Programm vernetzt in den Jahren
2026 und 2027 Multiplikator*innen aus den Bereichen Kita, Schule, Ausbildung und Freizeitgestaltung eng
mit lokalen Kulturschaffenden. Auf diese Weise entsteht ein wertvolles, gemeinsames Erfahrungswissen zu
Methoden kultureller Bildung im Alltag, das jungen Menschen neue Zugänge zu künstlerischen
Ausdrucksformen eröffnet.
Der Termin im Überblick:
 Event: CULTURE COMMON:LAB 2026
 Datum: Samstag, 12. September 2026
 Uhrzeit: 10:00 bis 17:00 Uhr
 Ort: Bürgerhaus Bennohaus, Bennostraße 5, 48155 Münster
 Zielgruppe: Ehrenamtliche, Kulturschaffende, Nachbar*innen, Multiplikator*innen und alle
interessierten Bürger*innen
 Eintritt: Die Teilnahme ist kostenlos.
 Förderung: Gefördert durch das Kulturamt Münster
(Hinweis für die Redaktion: Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung
finden Sie unter https://pre.bennohaus.de/commonlab/(link is external)).
Pressekontakt: Gesine Heger, commonlab@bennohaus.de(link sends e-mail)

 

Workshopübersicht Culture Common:Lab
Stadeilkino - aus dem Stadeil für den Stadeil
In diesem Workshop geht es darum, niedrigschwellige Angebote gemeinsamen Filmerlebens
zu schaffen, die Begegnungen und Gespräche fördern. Es werden Fragen zur Kura+erung eines
Filmprogramms behandelt, zur Filmrecherche und Bestellung. Welche Loca+on und Technik
benö+gt wird, welche Koopera+onen sinnvoll sind und welche Vorgaben es zu beachten gilt.
Steffi Köhler leitet gemeinsam mit Anna Schlobohm die Filmwerksta Münster und kura+ert
Filmprogramme für den filmclub münster. Gemeinsam mit Marc Pierschel führt sie die
Filmproduk+onsfirma ANTIMAE FILM und ist als Produzen+n und Filmemacherin tä+g.
Carsten Happe leitet zusammen mit Risna Olthuis-Vierling das Filmfes+val Münster und das
LITFILMS Literatur Film Fes+val Münster. Er kura+ert Filmprogramme für den filmclub münster
und ist im Orgateam der SchulKinoWochen NRW.
Literaturarbeit mit Kindern und Jugendlichen
Wie kann Literaturarbeit für junge Menschen mit und ohne Migra+onsgeschichte in der
Familie gelingen? Anregungen, Beispiele und konkrete Anhaltspunkte aus dem Ruhrgebiet: die
Essener Anthologien, "Demokra+e durch arabische Augen", "Auch der Löwe hae seinen
ersten Schultag".
Artur Nickel, Autor (Lyrik, Prosa) und Literaturvermiler. Geb. 1955 in Marburg/Lahn. Lebt in
Bochum im Ruhrgebiet. Herausgeber der Essener Anthologien. Projektentwickler.
Auszeichnungen, z. B. "Literaturpreis Ruhr 2025. Ehrenpreis für besondere Verdienste um die
Literatur in der Metropole Ruhr. Veröffentlichungen, zuletzt: "den frühling an den regenbogen
erinnern"., Geest: Visbek 2026.
Frei.Raum.Atelier - Come and draw
Entdecke deine Umgebung mit neuen Augen und mache den Stadeil zu deinem Atelier!
Gemeinsam gehen wir nach draußen, zeichnen, experimen+eren und halten fest, was dir
auffällt, dich bewegt oder überrascht – ganz ohne Leistungsdruck und unabhängig davon, ob
du schon gerne zeichnest oder einfach neugierig bist. Das Frei.Raum.Atelier zeigt, wie
Zeichnen zu einer eigenen Sprache werden kann, mit der du deine Ideen, Gedanken und Sicht
auf die Welt sichtbar machst. Hier bekommst du jede Menge Inspira+on und das Vertrauen,
einfach loszuzeichnen – auch lange nach dem Workshop.
Material ist vorhanden, du kannst gerne noch deine Lieblingsbleis+Le mitbringen.
Alba Frenzel beschäLigt sich mit Alltagsgegenständen. Am liebsten mit ungeliebtem Material.
Ein zentraler Ansatz ihrer Arbeitsweise besteht darin, den künstlerischen Prozess aus dem
Verborgenen zu holen und zum Gegenstand der Arbeit selbst zu machen, ein
wiederkehrender Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Sprache,
Publika+onen und Formen der Wissensspeicherung. Sie studierte Bildende Kunst an der
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im NRWForum
Düsseldorf, den Deichtorhallen Hamburg, dem Goethe-Ins+tut Hanoi, dem Museum
für Angewandte Kunst Gera sowie in Kunstvereinen, Künstlerhäusern und
Ausstellungseinrichtungen im In- und Ausland gezeigt. Alba Frenzels Arbeitsmielpunkt ist der
Speicher II in Münster.
Die Kernbereiche der künstlerischen Praxis von Mar+na Lückener manifes+eren sich in den
Disziplinen der Schaenschnie, Grafik, Malerei sowie Kunst im öffentlichen Raum, ergänzt
durch kollabora+ve Projekte an der Schnistelle von Kunst und WissenschaL. Sie studierte von

1996 bis 2002 Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, von 2000 bis 2005 Grafikdesign an
der Fachhochschule Münster. Seit 1999 präsen+ert sie Ihre Werke im In- und Ausland. Für ihre
Arbeit wurde sie mit zahlreichen S+pendien und Preisen ausgezeichnet. Einige Ihrer Werke
sind in Sammlungen vertreten und befinden sich im öffentlichen Raum. Seit 2020 ist sie
LehrbeauLragte an der Kunstakademie Münster. Sie arbeitet schwerpunktmäßig am
Hawerkamp in Münster.
Die geheime Zutat fürs Gemeinschaffen - ein Community Dinner im Workshop Format
"Wenn wir zusammen an einem Tisch sitzen, dauert es nicht lange, bis wir ins Schwatzen und
Schwelgen kommen. Dann braucht es gar nicht viel, vielleicht ein paar anregende Fragen oder
eine kleine Zeitreise, um die geheime Zutat für eine starke GemeinschaL zu finden. Welche
Wünsche und Ressourcen bringt ihr mit an den Tisch? Das Format des Community Dinners
wurde in der Trafosta+on über einen längeren Zeitraum hinweg erprobt. In unserem
Workshop möchten wir es nutzen, um auf spielerische Weise der Frage nachzugehen, welche
kleinen Hebel fürs Gemeinschaffen ihr in eurer NachbarschaL finden könnt."
Als Anthropologin und Gestalterin hat Jana Vogt den Anspruch, Räume für Menschlichkeit und
Zwischenmenschlichkeit zu schaffen. Jana schloss im Sommer 2023 den Bachelor of Arts
Design an der Münster School of Design ab und ist Mitbegründerin des kiosk magazins, sowie
der Kaffee-Koopera+ve manoamano. Gemeinsam mit den deutsch-syrischen Purpose
Projekten elben und bay+ hier startete sie 2019 das Kulturprojekt Trafosta+on Münster und
übernahm hierfür von 2021-2023 die kuratorische Leitung. Derzeit studiert sie den Design
Studies Master an der Burg Giebichenstein."
NachbarschaLsspaziergang
NachbarschaLsspaziergänge bieten eine einfache Möglichkeit, Menschen unterschiedlicher
Genera+onen und Lebenswelten miteinander ins Gespräch zu bringen. In dem Workshop
bewegt sich Turit Fröbe gemeinsam mit den Teilnehmenden durch den Stadtraum und gibt
Impulse und Anregungen dafür, wie sich solche Spaziergänge konzipieren und durchführen
lassen. Sie zeigt, dass bereits kleine Aufgaben, einfache Fragestellungen oder
Perspek+vwechsel ausreichen, um vertraute Orte anders wahrzunehmen, neue Sichtweisen zu
eröffnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zugleich macht sie erfahrbar, wie sich
mithilfe des „liebevollen Blicks“ verborgene urbane Qualitäten und Potenziale aufspüren
lassen, die im Alltag häufig übersehen werden.
Der Workshop vermielt Anregungen dafür, wie sich NachbarschaLsspaziergänge als
wiederkehrendes Format im Stadeil ritualisieren und verste+gen lassen und auf diese Weise
die gemeinsame Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der eigenen Alltagsräumen
fördern können.
Dr. Turit Fröbe ist Architekturhistorikerin, Urbanis+n und passionierte Baukulturvermilerin.
Sie verfügt über langjährige Lehrerfahrung als wissenschaLliche Mitarbeiterin,
Gastprofessorin und LehrbeauLragte in unterschiedlichsten Fachdisziplinen und hat 2014 ihre
STADTDENKEREI gegründet, mit der sie Städten und Gemeinden unkonven+onelle
Vermilungs- und Ak+vierungsstrategien anbietet. Sie entwickelt Konzepte für Kinder und
Jugendliche, forscht zur Baukulturellen Bildung und hat sich in der breiten Öffentlichkeit
insbesondere mit ihren Abrisskalendern und Bausünden-Publika+onen einen Namen gemacht.
Anfang 2026 ist Turit Fröbe mit ihrer Online-Akademie für Baukulturelle Bildung an die
Öffentlichkeit gegangen, die darauf abzielt, Fortbildungen für LehrkräLe, Pädagog:innen und
Akteur:innen aus Planung, Poli+k und Verwaltung systema+sch in die Fläche zu bringen.

Das “Crazy-Eight“-Labor: Münsters WissenschaLskommunika+on Lokal neu gedacht
Im Workshop “Crazy-Eight“-Labor: Münsters WissenschaLskommunika+on Lokal neu gedacht,
möchten wir Wege erkunden, wie verschiedene Beteiligte in den unterschiedlichen
Stadtvierteln unkomplizierte und kostengüns+ge Veranstaltungen organisieren können, um die
WissenschaLsstadt Münster näher an die StadtgesellschaL zu bringen.
In einem interak+ven Workshop werden wir bereits bestehende Formate der
WissenschaLskommunika+on vorstellen und mithilfe eines dynamischen Formats namens
„Crazy Eight“ damit auseinandersetzen, was gewünscht, benö+gt und angestrebt wird, um
bes+mmte Formate der WissenschaLskommunika+on in die Stadeile von Münster zu
bringen.
Dr. Erik Tolen arbeitet im WissenschaLsbüro bei Münster Marke+ng.
Musik
Mikroformate rund um Musik, Hören, Sound, die gemeinschaLliche Erlebnisse schaffen. Wir
überlegen was niederschwellig, einfach und schnell umsetzbar ist, teilen Erfahrungen, lernen
Neues kennen und probieren aus.
Dr. Mirijam Streibl wurde in Österreich geboren. Sie studierte MusikwissenschaL und
Philosophie in Salzburg und Wien und promovierte an der TU Dortmund. Nach Tä+gkeiten als
leitende Kulturredakteurin und in der Forschung arbeitet Mirijam Streibl seit 2017 verstärkt
künstlerisch mit dem Fokus auf Ambient Sound und Field Recordings. Sie lebt und arbeitet
derzeit in Münster. Mirijam Streibls Zugang zu Klang, Materie und Raum ist geprägt von der
Begeisterung für das Hören. Durch das Spiel mit +efen Frequenzen und mit aufgenommenen
Klängen der Welt schaU Mirijam Streibl bewegte Klangfelder. Ihr künstlerischer Ausdruck
passt sich der Aufführungssitua+on und dem Thema an, aber es geht immer um
Kommunika+on: den Dialog mit dem Raum, mit den Zuhörern, mit der Welt.
Tanz: folgt noch!