Auf-BRUCH in meine Zukunft

„Zukunft – ein simples Wort, oder nicht? Aber stellt man sich einmal die Frage, was die Zukunft eigentlich für einen persönlich bedeutet, was jeder Einzelne damit emotional verbindet, erkennt man schnell, dass es doch nicht bloß ein einfaches, alltägliches Wort ist. Im Gegenteil. Es entfacht ein Feuerwerk an Emotionen und Gefühlen.“

 Isabell Bockmühl, 19 Jahre

„... wie großartig und bereichernd ist es, dass Jugendliche den Mut, die Weitsicht haben, das Wort zu ergreifen. Unabhängig davon, ob sie es auf den Straßen mit Protestschildern oder vor einem Blatt Papier mit dem Stift in der Hand tun ...“
Aus dem Vorwort von Carla Reemtsma , Fridays for Future

Eine großartige Anthologie mit Beiträgen von mehr als 120 jungen Autor*innen zwischen 14 und 20 Jahren aus dem Ruhr-gebiet, verfasst in einer Zeit, in der die Corona-Krise auch junge Menschen in elementare Fragen nach der eigenen individuel-len und gesellschaftlichen Zukunft stürzte.
Bereits zum 16. Mal haben das Literaturfestival „Literatürk“ und das Kulturzentrum Grend Essen sowie der Geest-Verlag Vechta Jugendliche aus dem Revier eingeladen mitzuschreiben und sich einzubringen. Wieder mit überwältigendem Erfolg, obwohl es keine Preisanreize gibt! Die über 200 Einsendungen sprechen für sich. Das Thema Zukunft ist es, das den Jugend­lichen wichtig ist, und die Möglichkeit, gehört zu werden. Die Essener Anthologien sind ihr Reflexionsmedium, in dem sie sich unverstellt äußern, ein jeder auf seine Weise.  Und das ist etwas Besonderes und wohl in ganz Deutschland in dieser Form einmalig. Immer wieder stellen die Jungautor*innen die Frage, ob es eine Zukunft für uns gibt, wenn doch alle unsere sozialen und emotionalen Sicherheiten in Frage gestellt sind. Welche Antworten sie darauf wohl finden?         
                                                                 

Hg.: Artur Nickel
Auf-BRUCH
in meine Zukunft
Jugendliche aus dem Ruhrgebiet
blicken nach vorn
16. Essener Jugendanthologie
mit einem Vorwort
von Carla von Reentsma, Fridays for Future

Geest-Verlag 2020

ISBN 978-3-86685-811-4
12,50 Euro

 

Jubiläum! Die 15. Essener Anthologie ist da

                                                                   

Erzähl mir, wie es dir geht,
was in deinem Leben ansteht.
Erzähl mir, an was du alles denkst,
ob du noch an der Vergangenheit hängst.
Erzähl mir, was dich glücklich macht,
dich zum Strahlen bringt voller Pracht.
Erzähl mir, was dich verletzt,
das Leid auf dieser Welt, welches dich entsetzt ...

Dia Hawramany (17 Jahre)

In diesen Tagen ist die 15. Essener Anthologie erschienen. Das ist ein Jubiläum. Es gibt kein anderes Schreibprojekt für Jugendliche zwischen 1o und 20 Jahren in der Bundesrepublik, das so lange so erfolgreich ist. Die Reihe wird seit 2005 alljährlich vom Kulturzentrum Grend in Essen sowie vom Geest-Verlag Vechta ausgeschrieben, von zahlreichen Einrichtungen in Ruhrgebiet unterstützt und von Artur Nickel herausgegeben.

Das aktuelle Thema: Ich begann zu erzählen. Einhundertzwanzig Beiträge von einhundert Jungautorinnen und -autoren aus dem gesamten Ruhrgebiet sind in den Band aufgenommen worden. Die Resonanz war (wieder) ungewöhnlich gut, egal, ob die Jugendlichen eine Migrationsgeschichte in der Familie hatten oder nicht. Dass das so ist, verwundert nicht. Erzählen ist für junge Menschen Reflexion und Selbstreflexion. Und so erzählen sie in diesem Buch von allem, was sie in ihrem Alltag berührt: von der Familie, ihrem Freun­deskreis, ihrem schulischen Erleben, ihrer Kultur, ihrem religiösen Selbstverständnis, ihren Zukunftsfragen und vielem mehr. Das ist gerade in unruhigen Zeiten wie der heutigen wichtig.

Gerade vom Ruhrgebiet aus zeigen die Jungautorinnen und -autoren, wie ihre Lebenswirklichkeit aussieht und was ihnen auf der Seele brennt. So ist die Anthologie zu einem bunten Lesebuch der Lebenswirklichkeit junger Menschen im Ruhrgebiet geworden, das einen Einblick in ihr Denken und Fühlen heute gibt.

(Hg.) Artur Nickel
Ich begann zu erzählen
Das Schreib- und Buchprojekt für junge Menschen

zwischen 10 und 20 Jahren aus dem Ruhrgebiet
Mit einem Geleitwort von Gazal Ari (20 Jahre) und

einem Rückblick auf das Projekt von Artur Nickel (Herausgeber)
Geest-Verlag 2019
ISBN 978-3-86685-749-0                                      
390 S., 12 Euro

Ruhrpotterwege. Kommst du mit? Jugendliche von der Ruhr laden dich ein.

(Hg.) Artur Nickel, Heike Brauckhoff-Zaum

(Hg.) Artur Nickel
Heike Brauckhoff-Zaum
Ruhrpotterwege.
Kommst du mit?
Jugendliche
von der Ruhr
laden dich ein
Geest-Verlag 2019
ISBN 978-3-86685-748-3
11 Euro, 258 S.,

Die Autorinnen und Autoren des Buches

Stella Jacqueline Aka
Tim Fessen
Lina Gläser
Berat Gümüsok
Natalie Habedank
Meryem Halatci
Anniket Khatri
Nina Lubitz
Katharina Orosz
Lisa-Marie Renner
Omar Saadou
Murat Sahin
Alexandra Scheifele
Ann-Kathrin Schulte
Leyla-Isabell Schulz
Athiththan Selventhiran
Sara Semmo
Schegofah Shahin
Lena Steingens

Ein Jahr lang haben die Jugendlichen der Erich Kästner-Gesamtschule in Essen in ihrem Projektkurs (12. Jahrgang) geschrieben, Geschichten, Gedichte, was auch immer. Worum es dabei geht? Um Weichenstellungen im Leben, um das Aufbrechen von zu Hause, das Ankommen und was sonst noch jungen Menschen wichtig ist.
 

 

Kästneriaden zum 120. Geburtstag. Erich-Kästner-Jahrbuch, Band 9 ca. 210 Seiten, ca. € 38,00

ISBN: 978-3-8260-6883-6
Autor: Brons, Patricia / Nickel, Artur / Nicolai, Matthias (Hrsg.)
Band Nr: 9

Kästneriaden zum 120. Geburtstag. Erich-Kästner-Jahrbuch, Band 9 ca. 210 Seiten, ca. € 38,00

ISBN: 978-3-8260-6883-6
Band Nr: 9
Sprache: deutsch
Kurzinhalt: Einleitung – Safiye Can: Der Zauberstab, EUROPA auf dem Prüfstand – Der Erich Kästner Preis 2015: Felicitas Hoppe – S. Hanuschek: Kästner- Preisverleihung, Blutenburg / Internationale Jugendbibliothek, 30.10.2015, Laudatio – F. Hoppe: Dankesrede – Erich Kästner: Neue Einblicke in Leben und Werk – F. Beer: Ein Club der jungen Dichter – Die Beiträger der Dichtungen Leipziger Studenten neben dem „durchaus lyrischen Erich Kästener“ – A. Nickel: „120 Jahre Erich Kästner“. Spurensuche bei Hans Werner Richter, dem Leiter der Gruppe 47 – S. Zinkernagel: Erich Kästner und James Krüss – Was „Buchdeckel“ über Erich Kästner verraten – A. Bode: Emil und Lottchen in neuem Gewand. Die Neuillustrierung von Emil und die Detektive und Das doppelte Lottchen im Ausland – R. Hug: Der „ganze Kästner“ unter einem Dach – Miszellen – H. Heinrich: Erich Kästner und Ernst Busch – J. J. Matthias: Drei Männer im Schnee. Nachspiel im Grand Hotel – M. Nicolai: Vom Öffnen der Schatztruhe – Rezensionen – K. Doderer: James Krüss. Insulaner und Weltbürger (Matthias Nicolai) – S. Hanuschek: Wir leben noch. Ida und Erich Kästner, Kurt Vonnegut und der Feuersturm von Dresden. Eine Zugfahrt (Johan Zonneveld) – Nachwort.

Die Herausgeber:
Dr. Patricia Brons, Germanistin, Zweite Vorsitzende der Erich Kästner Gesellschaft e.V.
Dr. Artur Nickel, promovierter Germanist, Autor (Lyrik, Prosa), Herausgeber der Essener Anthologien, Studiendirektor an der Erich Kästner-Gesamtschule in Essen, Vorstandsmitglied der Erich Kästner Gesellschaft e.V.
Matthias Nicolai, Oberstudienrat an der Waldschule, Städtischen Gesamtschule Eschweiler, Vorstandsmitglied der Erich Kästner Gesellschaft e.V.

Schreiben ist eine Lebenserfüllung für mich. Es ist beinahe so lebensnotwendig wie das Atmen und Trinken. Dass ich den Stift in die Hand nehme, um dieses geballte Gefühls- und Gedankenchaos in den Griff zu bekommen und um mich zu öffnen, wortwörtlich zu befreien, ist zu einem natürlichen Lebensprozess geworden. So selbstverständlich wie das Aufgehen der strahlenden Sonne am Morgen. Wie das Einbrechen der Nacht. Was ich zu erklären versuche, ist, der Stift gehört in meine Hand und meine Hand könnte nicht ohne diesen Stift. Es wäre wie ein lebenswichtiges Organ zu verlieren. Einfaches Einmaleins. Genau aus diesem Grund werdet ihr mir bestimmt niemals glauben, wenn ich sage: Mir ist es noch nie so schwergefallen, diesen Stift in die Hand zu nehmen. Gerade jetzt vom „Glück und seinen Launen“ zu sprechen, schien mir wie ein schlechter Scherz. Es wäre keine gute Idee, mir diesen Stift in die Hand zu drücken. Mein treuer Begleiter würde nämlich als Schlüssel für die Tore zu meinen verborgenen Gedanken dienen. Und wenn diese Tore einmal geöffnet sind… dann gibt es kein Entkommen. Denn das Glück und ich haben miteinander ein ernstes Wörtchen zu reden.

Aleyna Pamuksuz (17 Jahre)

(Hg.) Artur Nickel

Vom Glück und seinen Launen
Literarische Spurensuche
mit Jugendlichen
aus dem Ruhrgebiet

Geleitwort von
Antje Deistler, Leiterin des Literaturbüros Ruhr

Geest-Verlag, Vechta 2018

ISBN 978-3-86685-688-2
320 S., 12 Euro

 Die neue Essener Anthologie ist erschienen. Ihr Titel: „Vom Glück und seinen Launen“. An die 300 Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren aus dem ganzen Ruhrgebiet haben mitgeschrieben und sich mit ihren Texten eingebracht. Ganz offensichtlich haben sie zu dem Thema eine Menge zu erzählen. Das ist ja auch kein Wunder in einer Region, in der so viele Kulturen und Religionen zusammenleben und in der es so viele Brüche und Umbrüche gibt. Auf der Straße. Bei Freunden. Zu Hause. In der Schule. Sonstwo. Wie die Jugendlichen damit umgehen? Das spiegelt die 14. Essener Jugendanthologie mit über einhundert Geschichten, Gedichten, Erlebnisberichten, Reflexionen und … und … und …

Ab sofort ist diese interessante, aufschlussreiche, lustige, traurige, in jedem Fall lesenswerte literarische Spurensuche im Buchhandel und beim Verlag erhältlich.

 Die Essener Jugendanthologie ist mit ihrem nunmehr vierzehnjährigen Bestehen ein ganz besonderes Schreibprojekt in der Bundesrepublik für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund in dieser Altersgruppe. Gerne übersenden wir Ihnen auch auf Anforderung ein Rezensionsexemplar.

Ein Projekt des Literaturfestivals Literatürk Essen, des Kulturzentrums Grend Essen sowie des Geest-Verlags Vechta in Kooperation mit dem Literaturbüro Ruhr, der Stadtbibliothek Essen, dem Verein für Literatur Dortmund, dem Türkischen Elternverband und dem Lehrerverein Ruhr, dem Integrationsrat und der Integrationsbeauftragten der Stadt Lünen, der Föderation der Türkischen Elternvereine NRW, der VHS Essen und vielen anderen.  

 

Und in all diesem Chaos, von rechts und links, oben und unten, befindet sich m ittendrin die Freiheit. Ganz unauffällig und still, für viele nicht mal nennenswert, und doch ist sie vermutlich das Wichtigste und dazu noch das Normalste, was sich hier in meinem Alltag befindet. Gazal Ari


 
 
Wie Jugendliche die Stadt Essen sehen!
 
Mapping Essen Eindrücke, Gedanken, Sinnesreize. Poesie des Alltags und literarische Fragmente des Unverhofften (Hg.) José F. A. Oliver, Artur Nickel, Heike Brauckhoff-Zaum
 
Mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Essen Thomas Kufen
 
Vechta: Geest-Verlag, Vechta-Langförden 2018 Booklet 136 S. und A1-Stadtplan Essen von Jugendlichen/gefaltet
ISBN 978-3-86685-698-1 l0 Euro
 
Mapping Essen ist eine ganz besondere literarische Karte der Stadt Essen. Eine, die es bisher noch nicht gegeben hat! Eine integrative, in der Jugendliche aus ihren unterschiedlichen Kulturen heraus  Auskunft darüber geben, wie sie ihre Stadt sehen! Es sind ehrliche Beiträge, „ehrlich“ im Sinne von „unverblümt“, „nicht geschönt“, schreibt José F. A. Oliver in seinem Nachwort, und das will etwas heißen. Denn er hat die Jugendlichen ein Jahr lang beim literarischen Schreiben begleitet und mit ihnen diese Poesie des Alltags erstellt.  Die Stadt Essen zum Auseinanderfalten im A1-Format, die Stadtteile jeweils gefüllt mit Kernsätzen des jugendlichen Empfindens und Schreibens. Dazu ein Booklet mit Texten aus dem Alltag der beteiligten Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Und mit Empfehlungen, wo es ihrer Meinung nach in ihrer Stadt am Schönsten ist! 
 
José F. A. Oliver ist einer der wichtigsten Lyriker und Essayisten der bundesdeutschen Gegenwartsliteratur, u. a. auch Chamisso-Preisträger. Er sagt: „Mapping Essen ist eine Stadt(teil)karte, die aufhorchen macht. So, wie die Wirklichkeiten einer Stadt unmittelbare Reaktionen hervorrufen, die dann Schicht für Schicht das Alltägliche aufblitzen lassen und in unserer Werkstatt ins Alltagsliterarische mündeten. Auch das ist Sprache: sich Schreibräume erlauben, in denen das zum Ausdruck kommt, was mich ausmacht: ,Wir, autobiographisch unterwegs, von früh bis spät`, sagt die unvergessene Elisabeth Borchers in einem ihrer Gedichte.“  
 
Artur Nickel, der pädagogische Begleiter des Projekts: „Im Spiegel des Erzählens und Schreibens bekamen Jugendliche die Chance, sich sprachlich besser im gegenwärtigen Leben zu verorten und sich persönlich weiterzuentwickeln. Sie reflektieren ihr Sprechen und erschließen sich auf diese Weise neue Erfahrungs- und Erlebnisräume, und zwar über die Kulturen, in denen sie leben, hinweg.“
 
Heike Brauckhoff-Zaum, die Leiterin der Erich Kästner-Gesamtschule, in der Mapping Essen entstand: „Aus dem MUT, sich mit der individuellen Realität auseinanderzusetzen, ist eine Hommage an Essen entstanden: ESSEN - die Heimatstadt-die zur Heimat gewordene Stadt.“
 
Die Karte mit dem Booklet ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. 
 
Das Festival Literatürk  in Kooperation mit der Erich Kästner-Gesamtschule Essen, der G.D. Baedeker Stiftung Essen, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Stadt Essen, dem Kommunalen Integrationszentrum und der Kunststiftung NRW.
 

 

VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN

 Zeit kauert
auf dem Hohlweg
und gräbt die Hände
in Taschen
voller Möglichkeiten


 

  schreibt Sigune Schnabel in einem ihrer Gedichte für dieses Buch und deutet damit an, wie vielschichtig das Thema „Flucht und Wiederfluchten“ ist. Und genau darum ging es dem Festivalteam Literatürk, dem Kulturzentrum Grend, beide aus Essen, sowie dem Geest-Verlag aus Vechta. In einer europaweiten Ausschreibung luden sie vom Sommer 2016 bis Januar 2017 dazu ein, sich literarisch mit der Thematik zu befassen. Mehr als 300 Texte aus ganz Europa, ja, sogar aus Übersee, gingen ein. Bekannte und unbekannte Autorinnen und Autoren setzten sich mit der Thematik auseinander, inhaltlich und sprachlich immer wieder mit bemerkenswerten Beiträgen.

Nicht nur aktuelle Fluchten wurden angesprochen, auch Fluchten aus der Zeit um 1945, DDR-Fluchten aus den Achtzigerjahren, Balkan-Fluchten aus der Zeit danach und anderes mehr. Das dokumentiert die vorliegende Anthologie, in die etwa 100 Beiträge aufgenommen werden konnten.

Als Herausgeber ist es Artur Nickel gelungen, in 14 Kapiteln zentralen Fragestellungen von Flucht nachzuspüren und auf literarischer Ebene Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen. Warum fliehen Menschen? Was gewinnen und verlieren sie? Was passiert, wenn sie willkommen sind oder abgelehnt werden? Wie bringen sie sich sprachlich ein? Welche Rolle übernehmen Einheimische? Können die Flüchtlinge zusammen mit den Menschen des Landes, in das sie geflohen sind, etwas Neues aufbauen? Ein vielseitiger und facettenreicher literarischer Sammelband, der neue Sichtweisen auf das Thema Fluchten und Wiederfluchten eröffnet!

 Artur Nickel (Hg.)

Von Fluchten und Wiederfluchten. Eine Anthologie

Mit Worten zum Geleit von Ilija Trojanow
Geest-Verlag, Vechta 2017

564 Seiten

ISBN 978-3-86685-631-8
15 Euro

WER ich WO bin?! Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet erzählen. Artur Nickel (Herausgeber). Mit einem Geleitwort von Heinrich Peuckmann

Artur Nickel (Hg.)

WER ich WO bin?!

Kinder und Jugendliche

aus dem Ruhrgebiet

erzählen

ISBN 978-3-86685-658-5                                                                 

400 S., 12 Euro

 

Die Tür öffnet sich
Wie ein Vorhang
Ich setze meine Maske auf
Die Show geht los

- Celina Beuing (16 Jahre) -

 Zum nunmehr dreizehnten Mal haben das Kulturzen­trum Grend und das Literaturfestival Literatürk Essen gemeinsam mit dem Geest-Verlag Vechta eine Anthologie für Jugendliche aus dem Ruhrgebiet ausgeschrieben. Dabei wurden sie von zahlreichen Kooperationspartnern unterstützt. Das Thema: ‚WER ich WO bin?!‘ Mehrere Hundert Jugendliche mit und ohne Migrationshinter-grund aus dem Ruhrgebiet haben sich an dem Projekt beteiligt und sich offen und intensiv mit der Frage nach der eigenen Identität auseinandergesetzt. Wer bin ich? Woher stamme ich? Wer möchte ich sein? Wohin geht meine Reise? Die Beiträge, die sie eingeschickt haben, haben es in sich. Sie beeindrucken. Mehr als 100 konnten in den Sammelband aufgenommen werden. Aboorvithaa Arumugam   (17 Jahre) umreißt in ihrem Gedicht ‚Unendliche Suche des Lebens‘, worum es in dieser Anthologie geht: 7,4 Milliarden Menschen. / 7,4 Milliarden verschiedene Persönlichkeiten. / 7,4 Milliarden Seelen. / Unter diesen meine.  Was also tun, wenn man nicht verloren gehen will?

Unsere Welt mit ihren vielfältigen familiären, schulischen, beruf-lichen und gesellschaftlichen Ansprüchen macht es jungen Menschen heute schwer, die eigene Identität auszubilden. Aber sie stellen sich dieser Aufgabe. Gleichwohl bleibt ein Teil ihrer Fragen unbeantwortet, ja, muss vielleicht auch unbeantwortet bleiben.
Was können Erwachsene tun, damit Jugendliche vorwärts-kom­­men? Vor allem diejenigen, die in Familie, Erziehung, Wirtschaft und Politik Verantwortung tragen (wollen)? Die Anthologie zeigt, was junge Menschen brauchen und brauchen könnten. Und sicherlich nicht nur die, die im Ruhrgebiet zu Hause sind!

 Von Grenzen und grenzverschiebungen. Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet erzählen

Von Grenzen und Grenzverschiebungen
Kinder  und  Jugendliche aus dem Ruhrgebiet erzählen
(Hg.) Artur Nickel
Geest-Verlag 2016
ISBN 978-3-86685- 595-3
368 S., 12 Euro
 
 
In deinem Leben hast und wirst du
viele Grenzen überqueren müssen
Grenzen, die du für dich selber gesetzt hast
oder Grenzen, die von einer Karte
oder der Gesellschaft definiert werden
du hast die Stärke und Wahl
diese Grenzen zu überschreiten
lass deinen Kopf dich nicht kontrollieren
kontrolliere deinen Kopf
 
Aboorivithaa Arumugam (16 Jahre)
 
Zum nunmehr zwölften Mal haben das Kultur­zentrum Grend in Essen und der Geest-Verlag in Vechta mit Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner die Essener Ju­gend­antho­logie ausgeschrieben. Erneut haben mehr als 250 Jugendliche aus allen Tei­en des Ruhrgebiets dem Herausgeber Artur Nickel ihre literari­schen und literarisierenden Beiträge geschickt, unter ihnen viele mit Migrationsgeschichte in der Familie. Und das, obwohl es außer dem Belegexemplar des Buches keine Preise zu gewinnen gibt!
In den Texten spiegelt sich die ganze Vielschicht­igkeit der Grenz-Thematik wider, wie sie die jugendlichen Autorinnen und Autoren verstehen. Dabei gehen sie weit über die augenblickliche Zuwan­derungsdebatte hinaus. Sie fragen nach ihren äußeren wie inne­ren Grenzen für sich und andere. Welche sind richtig? Welche falsch? Respektiert man sie? Geht man über sie hinaus? Welche Konse­quenzen sind zu ziehen? Womit ist zu rechnen?
15 Kapitel zeigen an, wohin die Reise der Kinder und Jugend­lichen im Ruhrgebiet geht. Es sind Beiträge, bei denen wir als El­tern, Ver­wandte, Freunde, Pädagogen und Verant­wortliche in Politik und Gesellschaft sehr viel über die grundlegenden Orien­t­ie­­rungen von jungen Menschen im Revier und darüber hinaus erfahren können. Und die Jugendlichen? Für sie bilden die Ge­dichte, kurzen Essays, Erzählungen und anderen Texte eine Ba­sis, sich auch untereinander über diese Fragen zu verständigen.

Was mir Hoffnung macht - Kindern und Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet erzählen. Artur Nickel (Hg.)

 

Was mir Hoffnung macht!
Kinder und Jugendliche
aus dem Ruhrgebiet erzählen
Artur Nickel (Hg.)
Geest-Verlag, Vechta-Langförden, 2015

ISBN 978-3-86685-541-0
380 S., 12 Euro

Geht es um das Thema Hoffnung, so sind Kinder und Jugendliche in ihrem Element. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren im Ruhrgebiet wohl ganz besonders. An die 300 Texte haben sie dazu für die neue Essener Anthologie eingesandt, einer interessanter als der andere. Und: Sie kommen aus allen Ecken des Reviers. Von Duisburg bis Hamm und von Herten bis Ennepetal melden sie sich sprichwörtlich zu Wort. Auffällig dabei: Viele von ihnen beteiligen sich zum ersten Mal an einer Ausschreibung dieser inzwischen elfbändigen Anthologiereihe. Teilweise sind es Sammeleinsendungen aus der Schule, teilweise aber haben sich Jugendliche auch ganz eigenständig mit ihren Texten eingebracht. Und das ist bemerkenswert. Immer wieder mit einem kleinen Anschreiben, in dem sie sich persönlich dafür bedanken, dass ihnen dieses Podium zur Verfügung gestellt wird. Es ist ja schon etwas anderes, ob man seine Gedanken zu Hause irgendwo aufschreibt (so wichtig das ist) oder ob man sie in ein richtiges Buch einbringt und öffentlich gehört wird. Es ist der Reiz, sich schreibend seiner selbst vergewissern zu können, etwas fiktiv zu entwerfen oder zu gestalten und gleichzeitig andere zu finden, die sich genauso beteiligen und sich mit dem Erschriebenen auseinandersetzen. Richtig eindrucksvoll formuliert Louisa Regelmann (12 Jahre), um was es beim Schreiben geht:
Schreiben ist Leben. Schreiben ist Freiheit. Schreiben ist eine nie endende Reise in ma-jestätische Welten, die ich mir nur erdenken kann. Schreiben drückt meinen Charakter aus. Schreiben ist meine Begabung. Schrei-ben gibt mir Hoffnung. Buchstaben. Wörter und Sätze. (...) Mit ihnen ist unsere ganze Welt geprägt. Eine kurze, für mich bedeutende Reise in ein anderes Universum beginnt mit einem winzigen Buchstaben. Der Augenblick, wenn ich mein Papier berühre und in eine komplett veränderte Welt abtauche, wie ich sie mir vor meinem inneren Auge vorstelle. Ohne Regeln und ohne Krieg leben.
 

„Ach, an den Schläfen blühn schon graue Haare“. 40 Jahre Erich Kästner Gesellschaft. Festschrift. Erich Kästner Jahrbuch, Bd. 8